125 Jahre Knubel
1885, noch vor der Erfindung des Automobils, begann der spätere Flugzeugbauer und Flieger Anton Knubel mit der Manufaktur und dem Vertrieb von Fahrrädern in Münster. Die Firma wurde nach einiger Zeit von Antons jüngerem Bruder Bernard übernommen, der auch als Radsportler und Teilnehmer an den ersten Olympischen Spielen 1896 in Athen bekannt wurde. Bernard Knubel entwickelte die Firma vom Fahrrad- und Motorradhandel zum Kraftfahrzeughandels- und Serviceunternehmen, vornehmlich für die Marke Adler.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Firma Knubel Generalvertretung der damals neuen Marke Volkswagen für Münster und das Münsterland unter der Leitung von Bernard Knubels Sohn Franz. Mit dem Wachstum des Vertragspartners Volkswagen wuchs auch die Firma Knubel. Neue Standorte und Markenvertretungen, vor allem Audi und Porsche, entstanden über die Jahrzehnte in Münster und im Münsterland.
Die Leitung ging von Franz Knubel auf seinen Sohn Karl Heinz über. Inzwischen ist dessen Sohn Johann Friedrich seit 1999 Kopf des Unternehmens. Neben drei Kraftfahrzeug-Betrieben plus der Zentrale in Münster, ist die Firmengruppe mit weiteren acht Betrieben in den Kreisen Warendorf, Coesfeld, Borken und Steinfurt vertreten. Zudem gehört die Firma Knubel zu den Mitbegründern der bundesweit tätigen Flottenmanagementgesellschaft F+SC.
Die Zahl von rund 360 Mitarbeitern, darunter knapp 80 in der Ausbildung, konnte den turbulenten Zeiten zum Trotz gehalten werden. Nach einer groben Schätzung dürften damit im Laufe der Jahre und Jahrzehnte bisher rund 3.000 Menschen und Familien in Münster und im Münsterland ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage bei Knubel gehabt haben.
